
Rune Mields
Steinzeitgeometrie. Archiv der Zeichen
Mit einer Einführung von Katharina Winnekes.
Vor etwa 12.00 Jahren haben die Menschen im südlichen Europa begonnen, abstrakte Zeichen in Höhlenwände einzuritzen. Lange Zeit blieben sie verborgen.
Fasziniert von den Fotomaterialien, welche die Frühgeschichtsforscherin Marie König 1973 und 1980 veröffentlichte, und interessiert an den von ihr vorgenommenen Deutungen dieser Zeichen, entdeckte die Malerin Rune Mields die Steinzeitgeometrie für sich. Als rationale "Archivarin" begann sie akribisch zu sammeln. Während die Malerin bereits die ersten schwarzen Bilder zur Steinzeitgeometrie malte und in Papierarbeiten überlegungen anstellte, die sich in den weißen Bildern niederschlagen sollten, legte die zeichnende Systematikerin ein visuelles Archiv an: 189 Tuschezeichnungen entstanden auf der Grundlage der Publikationen von Marie König.
Wenn Rune Mields frühe Zeichen- und Ziffernsysteme untersucht, erwächst die Beschäftigung zwar aus wissenschaftlichem Interesse, aber sie geschieht nicht mit wissenschaftlichen Methoden, sondern mit künstlerischen. Theoretisches Wissen reicht der Malerin nicht aus; sie bemüht sich um anschauliches Wissen, welches sie in bildhaften Vorstellungen alter Kulturen wiederentdeckt. Wie sollte der Mensch seinen eigenen Standort verantwortlich bestimmen, wenn er nicht Vorstellungen von der Welt, den vier Weltgegenden, den drei Weltachsen, vom Universum, von Raum und Zeit, von Leben und Tod, von Ober- und Unterwelt entwickeln und weitergeben würde?
Format: 17 x 24 cm
Seiten: 200
Abbildungen: 189
Ausstattung: Hartcover, Fadenheftung
Preis: 34,00 €
ISBN: 978-3-922912-38-5
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